Aktuelles: Gemeinde Kirchberg an der Iller

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Kurzbericht aus der Gemeinderatssitzung vom 15.09.2026

Erstelldatum25.09.2026

Hauptthema waren Einwohnerversammlung und Badesee Sinningen – Anfrage zu einem FKK-Bereich

Bericht der Bürgermeisterin
Zu Beginn berichtete Bürgermeisterin Petra Greiner über aktuelle Themen und Termine aus der Gemeinde seit der letzten Sitzung. Rückblick auf die eigene Amtseinsetzung. Sie bedankt sich bei allen die in der Vorbereitung, im Auf- und Abbau, bei der Verpflegung im Einsatz waren. Auch darf der Dank bei dem Musikverein Kirchberg nicht fehlen, der diesen Abend musikalisch umrahmt hat. Auch bei ihrer Stellvertretung Frau Rief bedankt sich die Bürgermeisterin für diesen schönen Abend. 
Wie jährlich konnte auch in diesem Jahr das Fischerfest stattfinden. Das Fest war gut besucht und musikalisch wie kulinarisch empfehlenswert. Ein Dank an den Fischereiverein für das gelungene Fischerfest.
Weiter informierte sie über die zurückliegende Ortschaftsratssitzung und die Kooperation mit Dettingen im Bereich der Ganztagesbetreuung an der Grundschule.

Bürgerfragestunde
Hier wurden keine Fragen gestellt.

Blutspenderehrung
Ein besonderer Tagesordnungspunkt war die Ehrung verdienter Blutspenderinnen und Blutspender.
Für zehn Blutspenden wurden Josef Rief, Reinhold Bodenmüller und Gerlinde Honisch geehrt. Adelheid Maucher und Michael Wohnhas erhielten eine Ehrung für 75 Blutspenden. Jürgen Hermann wurde für 125 Blutspenden ausgezeichnet.
Eine außergewöhnliche Zahl konnte Thomas Schmid vorweisen: Er wurde für insgesamt 375 Spenden geehrt, wobei hierbei auch Plasmaspenden berücksichtigt werden.
Bürgermeisterin Petra Greiner würdigte das langjährige Engagement der Geehrten und dankte ihnen für ihre Bereitschaft, mit ihren Spenden anderen Menschen zu helfen und Überreichte neben dem persönlichen Dank auch ein Präsent der Gemeinde. 

Nutzungsänderung eines Einfamilienhauses zu einer Monteurswohnung in Sinningen
Der Gemeinderat befasste sich mit der beantragten Nutzungsänderung eines Einfamilienhauses in der Ortsstraße 20 in Sinningen zu einer Monteurswohnung. Vorgesehen sind sechs Zimmer mit einer möglichen Belegung von insgesamt bis zu zwölf Personen.
Bereits der Ortschaftsrat Sinningen hatte das Vorhaben in seiner Sitzung am 31. August 2026 beraten und insbesondere Bedenken hinsichtlich der Stellplatzsituation geäußert. Für die geplante Nutzung sind lediglich drei Stellplätze vorgesehen. Bei einer Belegung mit bis zu zwölf Personen ist jedoch mit einem entsprechend höheren Fahrzeugaufkommen zu rechnen. Befürchtet wird daher, dass ein Teil des durch die Nutzung entstehenden ruhenden Verkehrs in den öffentlichen Straßenraum verlagert wird.
Auch im Gemeinderat wurde die örtliche Verkehrssituation ausführlich diskutiert. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass bereits heute mehrere Fahrzeuge entlang der Straße abgestellt werden und hierdurch insbesondere für größere und landwirtschaftliche Fahrzeuge Engstellen entstehen können. Auch die Übersichtlichkeit und Verkehrssicherheit für Kinder und andere Verkehrsteilnehmer wurde angesprochen.
Darüber hinaus wurden die möglichen Auswirkungen der gegenüber einem Einfamilienhaus deutlich intensiveren Nutzung auf die unmittelbare Nachbarschaft thematisiert. Durch wechselnde Bewohner, zusätzliche An- und Abfahrten sowie unterschiedliche Arbeitszeiten können insbesondere auch in den frühen Morgen- und späteren Abendstunden zusätzliche Verkehrs- und Geräuschimmissionen entstehen.
Der Gemeinderat folgte daher der Empfehlung des Ortschaftsrates und beschloss einstimmig, das gemeindliche Einvernehmen zur beantragten Nutzungsänderung in der derzeit vorliegenden Form nicht zu erteilen.
Errichtung eines Carports in der Gartenstraße
Erneut befasste sich der Gemeinderat mit der geplanten Errichtung eines offenen Carports in der Gartenstraße 27 in Kirchberg. Das Vorhaben war bereits in der Sitzung am 30. Juni 2026 behandelt worden. Damals hatte der Gemeinderat das gemeindliche Einvernehmen unter der Maßgabe erteilt, dass auch die Dachüberstände einschließlich der Dachrinne vollständig auf dem eigenen Grundstück liegen.
Im Rahmen der weiteren Prüfung durch das Amt für Bauen und Naturschutz wurde festgestellt, dass für das Vorhaben zusätzlich mehrere Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans „Riemen I“ erforderlich sind. Diese betreffen die Überschreitung der festgesetzten Baulinie, die Errichtung des Carports innerhalb einer von Bebauung freizuhaltenden Fläche (Sichtfeld) sowie die vorgesehene Ausführung als Pultdach anstelle eines Flachdachs.
Da diese Befreiungen bei der ursprünglichen Beratung noch nicht Gegenstand des Verfahrens waren, war eine erneute Entscheidung des Gemeinderats erforderlich.
In der Beratung wurden insbesondere die Lage des Carports, die Entwässerung sowie die bereits in der vorangegangenen Sitzung getroffene Entscheidung diskutiert. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, an seiner grundsätzlichen Zustimmung zu dem Vorhaben festzuhalten. Den erforderlichen Befreiungen wurde zugestimmt. 
Ergänzend wurde angeregt, im weiteren Verfahren die tatsächliche Ausführung entsprechend zu überprüfen und insbesondere auf eine ordnungsgemäße Entwässerung auf dem eigenen Grundstück hinzuweisen.

Breitbandausbau – Sanierung von Restflächen der Gehwege
Im Zuge des Breitband- und DSL-Ausbaus wurde beraten, ob nach den erforderlichen Aufgrabungsarbeiten zusätzlich die verbleibenden Restflächen der betroffenen Gehwege auf Kosten der Gemeinde erneuert werden sollen.
Im Gremium wurde insbesondere auf die derzeitige Haushaltslage hingewiesen. Zudem wurde zu bedenken gegeben, dass eine solche Vorgehensweise entsprechende Erwartungen bei künftigen Maßnahmen in anderen Straßen wecken könnte.
Der Vorschlag zur zusätzlichen Sanierung wurde mit 2 Ja-Stimmen, 1 Enthaltung und 10 Gegenstimmen abgelehnt.

Feuerwehr – Umstellung des Atemschutzes
Die Feuerwehr soll bei ihren Atemschutzgeräten auf ein Überdrucksystem umgestellt werden. Die Umstellung dient insbesondere der Sicherheit der Einsatzkräfte und wird perspektivisch ohnehin erforderlich.
Da sich zum Jahreswechsel steuerliche Änderungen ergeben können, soll vor der endgültigen Beauftragung geprüft werden, ob sich daraus finanzielle Auswirkungen für die Gemeinde ergeben.
Der Gemeinderat stimmte dem weiteren Vorgehen einstimmig zu.

Austausch von Wasserzählern
Im Hochbehälter Kirchberg sind derzeit drei Wasserzähler im Einsatz, die bereits im Jahr 2012 beschafft wurden. Einer dieser Zähler ist inzwischen defekt. Eine Reparatur ist nicht mehr möglich, da das entsprechende Modell seit mehreren Jahren nicht mehr hergestellt wird und auch keine Ersatzteile mehr verfügbar sind.
Aus diesem Grund sollen die drei vorhandenen Zähler vollständig durch neue Geräte ersetzt werden. 
Auf Grundlage einer bestehenden Zweckvereinbarung werden die Kosten von den Gemeinden Kirchberg und Balzheim jeweils zur Hälfte getragen. Der Gemeinderat stimmte dem Austausch einstimmig zu. Vor der Beauftragung soll die im Angebot enthaltene Kilometerangabe nochmals überprüft werden.

Hitzeschutz in der Kita Kirchberg
Bereits in einer vorangegangenen Sitzung war über zusätzliche Sonnenschirme für die Kita Kirchberg beraten worden. Dabei war insbesondere die mögliche Stolpergefahr durch die erforderlichen Bodenhülsen thematisiert worden.
Gemeinsam mit dem Bauhof konnte zwischenzeitlich eine praktikable Lösung gefunden werden. Bei der Entnahme der Schirme sollen auch die Hülsen bodentief entfernt und die Öffnungen über den Winter entsprechend abgedeckt werden.
Die zusätzlichen kleineren Schirme sollen die bereits vorhandenen großen Sonnenschirme ergänzen und für weitere beschattete Flächen sorgen. Der Gemeinderat nimmt die Information zur Kenntnis.

Friedhöfe Kirchberg und Sinningen
Ausführlich beschäftigte sich der Gemeinderat mit der künftigen Gestaltung der Friedhöfe in Kirchberg und Sinningen. Hintergrund ist die sich verändernde Bestattungskultur: Während klassische Sarggräber zunehmend weniger nachgefragt werden, steigt der Bedarf an Urnenbestattungen.
Auf dem Friedhof Kirchberg ist die vorhandene Urnenwand inzwischen vollständig belegt. Für Sinningen besteht bislang keine entsprechende Urnenanlage. Gleichzeitig entstehen durch nicht mehr belegte Sarggrabstätten zunehmend Lücken innerhalb der bestehenden Grabreihen.
Beraten wurde deshalb über verschiedene Möglichkeiten, zusätzliche Urnenbestattungsformen anzubieten. Neben Urnenstelen wurden insbesondere Urnengräber mit bodenbündigen Grabplatten diskutiert. Diese könnten vorhandene Lücken innerhalb der Grabreihen sinnvoll schließen und sich gleichzeitig zurückhaltend in das bestehende Erscheinungsbild einfügen. Im Gremium bestand Einigkeit darüber, Veränderungen behutsam vorzunehmen und dabei die gewachsenen Strukturen sowie den pietätvollen Charakter der Friedhöfe zu erhalten.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Gestaltung der bisherigen Kiesflächen. Diese verursachen durch starken Unkrautbewuchs einen hohen Pflegeaufwand und sind insbesondere für ältere oder mobilitätseingeschränkte Besucherinnen und Besucher mit Rollator oder Rollstuhl teilweise nur schwer begehbar. Daher soll zunächst auf einer geeigneten Teilfläche in Kirchberg versuchsweise eine trittfeste Begrünung angelegt werden. Nach einer Erprobungsphase sollen die Erfahrungen hinsichtlich Begehbarkeit, Pflege und Erscheinungsbild ausgewertet werden.
Der Gemeinderat sprach sich außerdem dafür aus, vorhandene und künftig entstehende Lücken in den Grabfeldern für Urnengräber mit Grabplatten nutzen zu können.
Für den Friedhof Kirchberg sollen darüber hinaus Angebote für weitere Urnenstelen eingeholt und geeignete Standorte geprüft werden. Die konkrete Ausführung und die damit verbundenen Kosten werden dem Gemeinderat anschließend nochmals zur Beratung vorgelegt.
Für den Friedhof Sinningen soll die Frage von Urnenstelen und Urnenplatten zunächst im Ortschaftsrat Sinningen beraten werden.

Badesee Sinningen – Anfrage zu einem FKK-Bereich
Aus der Bürgerschaft war der Wunsch an die Gemeinde herangetragen worden, am Badesee Sinningen einen FKK-Bereich auszuweisen.
Die Anfrage war zuvor bereits im Ortschaftsrat Sinningen beraten worden. Dabei wurde unter anderem berücksichtigt, dass der Badesee nicht ausschließlich auf Sinninger Gemarkung liegt, der Familiencharakter des Sees erhalten werden soll und derzeit keine geeignete Fläche für einen gesonderten FKK-Bereich gesehen wird.
Der Gemeinderat folgte der Empfehlung und fasste hierzu einen einstimmigen Beschluss.

Besoldung der Bürgermeisterin
Der Gemeinderat hatte über die Einweisung der neu gewählten Bürgermeisterin in eine Besoldungsgruppe nach dem Landeskommunalbesoldungsgesetz zu entscheiden. Für diesen Tagesordnungspunkt übernahm die stellvertretende Bürgermeisterin Andrea Rief die Sitzungsleitung.
Der Gemeinderat beschloss die Einweisung in die Besoldungsgruppe A 15 mit 10 Ja-Stimmen bei 2 Enthaltungen.

Bestellung einer Eheschließungsstandesbeamtin
Der Gemeinderat stimmte außerdem der Bestellung einer Eheschließungsstandesbeamtin zu. Der Beschluss wurde einstimmig mit 12 Ja-Stimmen gefasst.

Einwohnerversammlung
Nach der Gemeindeordnung sollen wichtige Gemeindeangelegenheiten regelmäßig gemeinsam mit den Einwohnerinnen und Einwohnern erörtert werden. Der Gemeinderat beschloss daher einstimmig, am Donnerstag, 17. September 2026, um 19:00 Uhr in der Turn- und Festhalle Kirchberg eine Einwohnerversammlung durchzuführen. Diese Anfrage aus dem Gemeinderat wurde bereits in einer nichtöffentlichen Sitzung, mit folgender Tagesordnung, rechtzeitig vorberaten.
Vorgesehene Tagesordnung

1.    Begrüßung

2.    Aktuelles aus der Gemeinde

3.    Gewerbegebiet „Holzverarbeitung Sinningen“ – aktueller Sachstand und weiteres Vorgehen

4.    Fragen und Anregungen aus der Einwohnerschaft

Der Gemeinderat stimmte sowohl der Durchführung der Einwohnerversammlung als auch der vorgesehenen Tagesordnung zu.

Bildung eines kirchlich-weltlichen Ausschusses
Auf Wunsch der Kirchengemeinde befasste sich der Gemeinderat mit der Bildung eines kirchlich-weltlichen Ausschusses. Dieser soll künftig Themen aufgreifen, die sowohl die Kirchengemeinde als auch die politische Gemeinde betreffen, und einen regelmäßigen Austausch ermöglichen.
Als Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderates wurden
Andrea Rief 
Manuel Kaufmann 
Christian Danner 
Petra Greiner
Der Gemeinderat stimmte der Bildung des Ausschusses zu.

Anliegen aus dem Gemeinderat
Am Altkellmünzer Weg wurde auf zurückgebliebenes Fräsgut hingewiesen, das insbesondere für Radfahrer eine Gefahr darstellen kann. Die Verwaltung wird dies mit der ausführenden Firma klären.
Außerdem wurde auf Büsche und Bewuchs hingewiesen, die an einzelnen Stellen in den Straßenraum hineinragen. Entsprechende Maßnahmen wurden teilweise bereits veranlasst beziehungsweise werden an den Bauhof weitergegeben.

Petra Greiner/Bürgermeisterin